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Familie akzeptiert Flugangst nichtGehören Sie zu den Menschen, die unter Flugangst leiden und deren Familie unbedingt fliegen will? Ist guter Rat gerade teuer, finden Sie nachfolgend einige wichtige Tipps und Gedanken, die Ihnen Ihnen und der Familie helfen können.

Ihre Familie will fliegen

Natürlich wollen Sie mit der Familie gemeinsam verreisen. Machen Sie bei allen möglicherweise folgenden Auseinandersetzungen deutlich, dass der gemeinsame Urlaub nicht gefährdet ist. Es geht lediglich um die Art des Reisens.

Vorsicht mit Emotionen

Wenn Diskussionen von der Sachebene auf die emotionale Ebene verlagert werden, wird es schnell unfair. Vorwürfe sind dann für gewöhnlich nicht mehr weit. Fragen Sie sich deshalb vorher, wie die Stimmung in der Familie ist. Sollte der Haussegen aus verschiedenen Gründen schief hängen, können Sie nicht erwarten, dass es beim Thema Flugreise besser läuft. Schaffen Sie die Voraussetzungen, damit die Klärung ob und wie sie reisen, überhaupt möglich ist.

Formulieren Sie das Ziel für sich!

Überlegen Sie sich vor der Debatte, was Ihr Ziel ist. Wenn Sie zu dem Schluss kommen, dass Sie nicht in der Lage sind, einen Flug zu bewältigen, fassen Sie das zunächst für sich selbst in die geeigneten Worte. Formulieren Sie aber so, dass Ihre Stellungnahme nicht wie eine Anordnung oder ein Machtwort klingt. Das gilt ganz besonders, wenn Ihre Familie gar nicht weiß, was Sie beschäftigt. Überlegen Sie sich auch, ob Sie bereits eine Entscheidung für sich gefällt haben oder ob Sie Ihre Lieben über Ihre große Angst informieren wollen. Machen Sie sich bewusst, dass Sie Teil der Familie nicht und Ihr/e Partner/in auch ein Mitspracherecht hat.

Der Tag der Wahrheit

Bereiten Sie die Familie darauf vor, dass Sie etwas aussprechen müssen, was Sie sehr beschäftigt. Vielleicht haben Sie schon eine Ahnung, wie sie reagieren wird. Ganz sicher werden sie nicht begeistert sein. Bleiben Sie in jedem Fall ruhig. Gehen Sie auch auf die Argumente der anderen ein. Lassen Sie aber nicht zu, dass sich alle gegen Sie wenden. Sie dürfen erwarten, ernst genommen zu werden.

Die wichtigsten Regeln für die Diskussion

Regel Nr. 1, weichen Sie nicht vom Thema ab und lassen Sie nicht zu, dass andere abweichen!

Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist aber recht groß. Vor allem wenn Ihren Gesprächspartnern bewusst wird, dass die Flugreise ernsthaft gefährdet ist, können die Vorwürfe böse werden. In jeder Familie gibt es hin und wieder Unstimmigkeiten. Es gehört dazu, Kompromisse eingehen zu müssen, anders kann ein faires und gleichberechtigtes Zusammenleben nicht funktionieren und die Familie wird unglücklich. Bei der Auseinandersetzung über die Flugreise kann so manch alter Konflikt wieder aufbrechen. Wenn das passiert, weisen Sie darauf hin. Niemand sollte bei dieser Diskussion verletzt werden.

Regel Nr. 2, bleiben Sie kompromissbereit

Geben Sie der Familie das Gefühl, dass noch nichts entschieden ist. Machen Sie außerdem deutlich, dass es Ihnen gemeinsam auch gelingen kann, einen Kompromiss zu finden. Alle sollten offen für Alternativen sein. Sie können sich ein Blatt Papier nehmen und die Vorschläge aufschreiben. Machen Sie deutlich, dass ein Kompromiss bedeutet, dass alle Zugeständnisse machen müssen.

Regel Nr. 3, formulieren Sie klar, deutlich und positiv

Argumentieren Sie höflich, aber unmissverständlich. Vermeiden Sie unbedingt eine schwammige Ausdrucksweise. Wenn Sie erklären: „Ich glaube, ich schaffe es nicht. Ich fühle mich unsicher. Ich bin nicht sicher, ob ich überhaupt fliegen will“, wird die Familie Ihre Bedenken mit wenigen Worten wegwischen. Sagen Sie: “Meine Flugangst ist zu stark, ich kann nicht fliegen“.

Die Familie akzeptiert Ihre Flugangst nicht

Damit haben Sie sehr wahrscheinlich gerechnet. Sagen Sie das auch. Machen Sie deutlich, dass Sie unglücklich darüber sind und wie wichtig eine Lösung für Sie ist, mit der alle leben können. Nehmen Sie Vorschläge zur Behandlung der Flugangst ernst. Es ist unfair der Familie gegenüber, wenn Sie sich solchen Ansätzen, wie einem Flugseminar, einer Therapie oder ähnlichen Angeboten von vornherein verschließen.

Diese Kompromisse sind eine Chance!

Chance Nr. 1

Verschaffen Sie sich eine Frist. Diese Zeit können Sie für ein Flugangstseminar oder eine andere Maßnahme gegen Ihre Flugangst nutzen. Einigen Sie sich mit der Familie, wann die Frist endet. Es ist gut möglich, dass Sie bis dahin zu dem Schluss gekommen sind, dass Sie mit ins Flugzeug steigen. Dann wird die Reise gebucht. Klappt es nicht, wird nicht geflogen.

Chance Nr. 2

Ihr/e Partner/in hat einen Traum. Einen besonderen Sport, ein besonderes Ereignis, ein besonderes Ziel nach dem Motto: „Ich wollte immer schon mal..“. Das kann ein Vorhaben statt einer Flugreise sein. So manches Ziel lässt sich auch mit dem Schiff oder der Bahn erreichen. Auch hier ist die stressfreie Reise schon Teil des Urlaubs. Erkundigen Sie sich über die Möglichkeiten. Wenn eine weite Reise nicht möglich ist, holen Sie Angebote guter Wellnesshotels ein. Bieten Sie der Familie etwas, damit sie erkennt, dass sie Ihnen wirklich wichtig ist und dass Sie sich bemühen, ihnen einen tollen Urlaub zu ermöglichen.

Chance Nr. 3

Prüfen Sie, ob die getrennte An- und Abreise eine Option ist. Wenn die Reise in ein europäisches Land geht, können Sie mit der Bahn oder dem Auto folgen. Kalkulieren Sie aber bei diesem Vorschlag unbedingt vorher, was genau möglich ist, was es kostet und wie viel Zeit es in Anspruch nimmt. Diese Fragen wird die Familie stellen und sie sehr wahrscheinlich als Vorwurf formulieren. Wenn Sie Antworten liefern können, wird es wahrscheinlich einfacher.

Chance Nr. 4

Machen Sie deutlich, dass Ihnen bewusst ist, dass Sie beim Verzicht auf eine Flugreise möglicherweise sehr viel verlangen. Überlegen Sie gründlich, ob Sie nicht an anderer Stelle ein Zugeständnis machen können, an der Sie bislang unerbittlich waren. Erklären Sie, dass das kein fauler Kompromiss sein soll, sondern dass Ihnen bewusst geworden ist, dass Sie viel mehr aufeinander eingehen müssen.

Die achtsame Familie ist eine glückliche Familie

Jede Krise ist auch eine Chance. Sie müssen wegen Ihrer Flugangst kein schlechtes Gewissen haben. Sie können nichts dazu. Wenn Sie sie nicht in den Griff bekommen, stufen Sie sie zunächst wie eine Krankheit ein. Wer vor einem Flug ernsthaft erkrankt, kann auch nicht fliegen. Die „unsichtbare“ Flugangst macht es nur schwerer, das „Reiseaus“ zu akzeptieren. Genießen Sie die Zeit, die Sie miteinander verbringen. Zeigen Sie, wie wichtig die Familie für Sie ist.

Finden Sie den richtigen Zeitpunkt

Wenn Sie die Planung über den Haufen werfen, weil Sie erkannt haben, dass Sie Flugangst haben, sollten Sie den passenden Zeitpunkt für Ihre Erklärung wählen. Sprechen Sie das Thema möglichst an, bevor die Reisepläne Formen angenommen haben. Machen Sie immer wieder deutlich, dass die gemeinsame Reise nicht gefährdet ist.