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Flugangst: Angst vor TurbulenzenWird der Flug aufgrund widriger Wetterverhältnisse unruhig, bemüht sich der Flugkapitän für gewöhnlich bei der Erklärung um eine gemäßigte Ausdrucksweise. Schließlich möchte er die Reisenden nicht unnötig beunruhigen. Die Durchsage: “Der Flug wird etwas holprig“ oder in der englischen Sprache „bumpy“, ist Vielfliegern bekannt. Wenn Sie aber unter Flugangst leiden, wollen Sie das nicht hören, dennoch können Sie das Wetter nicht ändern. Aber Sie können lernen, Ihre Angst in den Griff zu bekommen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, mehr über Turbulenzen zu erfahren. Das ist auch deshalb sinnvoll, weil Klimaforscher festgestellt haben, dass die Turbulenzen auf Transatlantikflügen mit großer Wahrscheinlichkeit zunehmen werden.

Was sind eigentlich Turbulenzen?

Luft ist mehr als nur ein Gasgemisch. Sie ist mal schneller und mal langsamer in Bewegung und besteht zudem aus verschiedenen Schichten. Auch Klimaveränderungen haben darauf Einfluss. Entsprechend ist die Luft in heißen Ländern anders, als in kühlen Regionen, was Einfluss auf die Flugplanung hat. Das Wort Turbulenzen kommt übrigens aus dem Lateinischen (turbare: drehen oder verwirren). Für das Flugpersonal sind Turbulenzen vor allem Luftbewegungen, die in Wellen verlaufen. Turbulenzen entstehen, wenn Luftzonen mit unterschiedlichen Temperaturen aufeinandertreffen. Das bedeutet, dass die warme Luft aufsteigt, während die kalte Luft abfällt. Diese Bewegungen können sehr schnell sein. Warme, aufsteigende Luft kann Geschwindigkeiten von 180km/h erreichen, und zwar senkrecht. Natürlich nehmen auch geografische Besonderheiten Einfluss auf die Luftbewegung. In Tälern oder an Berghängen verhält sich die Luft ganz anders, als über einer flachen Landschaft. Die Rede ist von der Thermik, mit der sich auch alle befassen müssen, die im Luftraum ihrem Hobby nachgehen, wie Segelflieger oder Fallschirmspringer. Turbulenzen können aber durch Flugzeuge selbst ausgelöst und verstärkt werden. Entsprechend groß müssen die Abstände zwischen den Fliegern sein. Hier gilt: Je größer die Maschine, desto größer der Abstand.

Wie fühlen sich Turbulenzen an?

Wie fühlen sich Turbulenzen an?Turbulenzen fühlen sich an, wie die Fahrt mit einem Schiff auf dem unruhigen Meer. Das kann z. B. ein leichtes oder stärkeres Schlingern sein. Was auf einem Schiff schlimmstenfalls für Übelkeit sorgt, kann einen Reisenden im Flugzeug aber in Angst versetzen.

Dabei ist ein solcher Flug in den meisten Fällen nichts anderes, als ein Ritt auf Luftbewegungen. Unangenehmer wird es, wenn das Flugzeug absackt. Die Bezeichnung „Luftloch“ ist gängig, aber nicht ganz korrekt. Das Flugpersonal spricht in diesem Fall von Clear Air Turbulences (CAT). Sie entstehen zwischen starken Höhenwinde mit verschiedenen Richtungen und Stärken. Das Flugzeug gerät in einen Abwind. Nach wenigen Metern ist aber alles wieder in Ordnung. Für Reisende mit Flugangst ist das sehr wichtig zu wissen. Das Flugzeug „fällt“ also nicht in ein Loch, wie die Bezeichnung Luftloch vermuten lässt. Unangenehm ist allerdings, dass diese Turbulenzen unerwartet kommen können, auch für den Piloten, der sie weder durch optische Signale noch durch Warnsysteme erkennen kann. Das ändert nichts daran, dass keine Gefahr besteht. Für das Flugpersonal sind Turbulenzen Routineangelegenheiten.

Sind Turbulenzen gefährlich?

Sind Turbulenzen gefährlichTurbulenzen sind nur sehr selten gefährlich. Sie sind auch dann noch lange nicht gefährlich, wenn das Flugzeug in Clear Air Turbulences gerät. Wenn in diesem Zusammenhang von „gefährlich“ die Rede ist, dann geht es nicht um die Möglichkeit eines Absturzes, sondern um Unfälle an Bord. Wer nicht angeschnallt ist, wird bei einer solchen Turbulenz möglicherweise zu Fall kommen und kann sich verletzen. Gefährlich werden können auch herumfliegende Gegenstände oder heiße Mahlzeiten und Getränke. Flugreisenden, die unter Flugangst leiden, fällt bei unruhigen Flügen auch auf, dass die Tragflächen vibrieren, sich vielleicht sogar verbiegen. Das ist kein Hinweis darauf, dass das Material überlastet wird. Im Gegenteil. Das Flugzeug braucht ein gewisses Maß an Flexibilität. So hält es den hohen Belastungen stand. Im Anschluss an die Turbulenzen oder auch währenddessen meldet sich für gewöhnlich der Pilot über die Sprechanlage. Er erklärt leicht verständlich, was gerade passiert. Erfahrene Vielflieger geraten bei Turbulenzen daher nicht aus der Ruhe. Unerfahrene Fluggäste ohne Flugangst beruhigen sich spätestens bei der Durchsage wieder. Nur Reisende mit Flugangst wollen der beruhigenden Durchsage oft keinen Glauben schenken. Wenn das auf Sie zutrifft, sehen Sie sich um. Vielflieger erkennen Sie daran, dass sie sich unbeeindruckt mit dem Nachbarn unterhalten, scherzen oder schlimmstenfalls leicht genervt von ihrer Zeitung oder ihrem Buch aufsehen. Keine Spur von Angst. Sie kennen das Szenario und wissen, dass es gleich wieder vorbei ist. Ganz sicher wird aber die Anzeige „Anschnallen“ aufleuchten. Stehen Sie jetzt nicht mehr auf, sondern schnallen Sie sich an. Die Vorsichtsmaßnahme dient Ihrer Sicherheit. Das Personal wird mit großer Wahrscheinlichkeit noch durch den Gang gehen. Die Flugbegleiter prüfen, ob alle Reisenden die Gurte geschlossen haben. Sie sorgen auch dafür, dass alles, was Verletzungen verursachen könnte, sicher verstaut wird. Außerdem sammeln sie Gläser, Tabletts und Teller ein. Die Flugbegleiter verrichten diese Arbeit selbst dann noch, wenn das Gehen auf dem Gang etwas schwieriger wird. Auch das wird Ihnen zeigen, dass Ihre Sorge unbegründet ist. Nicht selten wird an dieser Stelle auch mit dem einen oder anderen Witz für Auflockerung gesorgt. Sie dürfen sich entspannen!

Hier noch einmal die wichtigsten Tipps:

  • Ein Luftloch ist nur ein Abwind, es ist schnell vorbei
  • Bewegungen in den Tragflächen sind kein Risiko
  • Schauen Sie auf die anderen Reisenden.
  • Achten Sie auf Ihre Atmung

Weiß der Pilot von den Turbulenzen?

Bevor der Flug beginnt, informieren sich die Piloten über die aktuellen und die zu erwartenden Wetterverhältnisse. Das dient der Flugsicherheit. Bedenken Sie: Auch die Piloten wollen heil und gesund landen. Sie haben auch kein Interesse an gefährlichen Flugmanövern. Ihr wichtigster Ansprechpartner ist der Meteorologe. Hier erfahren sie, wie das Wetter:

  • zur Startzeit
  • während des Fluges
  • zur Landezeit

sein wird. Sie erfahren außerdem alles über die Windrichtung und die Windstärke. Auch die Gewitterbildung wird berücksichtigt. Aufgrund der sehr guten Vorbereitung gibt es in Bezug auf das Wetter so gut wie nie Überraschungen. Die Flugroute ist zwar geplant, der Pilot hat aber die Möglichkeit, unruhige Zonen zu überfliegen oder zu umfliegen. Bei schwerem Unwetter wird der Flug verschoben und findet notfalls gar nicht statt. Es gibt Regionen, in denen Turbulenzen besonders häufig auftreten. Darüber ist der Pilot informiert und kann die Fluggäste entsprechend vorwarnen. Wenn es absolut unkalkulierbar wird, dreht der Flieger um.

Die Wetterbedingungen

Wetterbedingungen - FlugangstWas Ihnen als Fluggast bedrohlich vorkommen kann, muss es für das Flugpersonal nicht ebenfalls sein. Bedenken Sie, dass viele Instrumente den Flug unterstützen und für Ihre Sicherheit sorgen. Flugreisende verlassen sich vor allem auf ihre Augen. Wenn Sie unter Flugangst leiden, wird das bei Ihnen vermutlich besonders stark ausgeprägt sein. Das gilt erst recht für Nebel. Zusammengefasst genügt es den Piloten, wenn sie einige Meter Sicht haben. Darüber hinaus helfen Ihnen die Geräte an Bord UND am Boden. Bedenken Sie, dass die Piloten während der gesamten Zeit Kontakt mit dem zuständigen Flughafen halten, auch auf elektronischem Weg.

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