Flugangst aus Angst vor TerrorBis 2001 spielte die Angst vor Terroranschlägen auf Flugzeuge keine große Rolle. Das änderte sich am 11.09.01.Vier Verkehrsmaschinen wurden von Terroristen gekidnappt und drei gezielt zum Absturz gebracht. Zwei davon trafen das World Trade Center, eines flog in das Pentagon. Die vierte Maschine erreichte ihr Ziel nicht, denn die Passagiere griffen die Kidnapper an. Während des Kampfes ließ der Entführer die Maschine abstürzen. Diese Ereignisse haben alles verändert und bei vielen Menschen Flugangst ausgelöst. Doch wie real ist die Angst, wie kann ihr im Alltag begegnet werden und welche Sicherheitssysteme gibt es?

Die Folgen aus dem Terroranschlag

Wenn Sie der Chronologie des Anschlags folgen, werden Sie feststellen, dass es viele Fehler gegeben hat. Nachrichten wurden nicht weitergeleitet, sie wurden falsch interpretiert oder nicht ernst genommen. Das ist passiert, weil die Vereinigten Staaten in ihrem freiheitlichen Denken einen solchen Akt niemals ernsthaft für möglich gehalten hätten. Vielleicht war auch etwas Arroganz dabei.

Der Anschlag hat die USA jedenfalls ins Mark getroffen und sie, wie auch alle anderen Länder, haben daraus ihre Konsequenzen gezogen. Die Sicherheitssysteme wurden nicht nur verbessert, sondern vollständig überarbeitet. Nichts ist mehr, wie es einmal war. Wenn Sie zu den Menschen gehören, die seitdem Flugangst haben, dann können Sie das jetzt ändern. Lassen Sie nicht zu, dass die Terroristen Einfluss auf Ihr Leben nehmen. Lassen Sie auch nicht zu, dass Ihre Freiheit eingeschränkt wird, weil es Menschen gibt, die sich Rechte nehmen, die ihnen nicht zustehen.

Unglücke akzeptieren

Flugangst - Unglücke akzeptierenEin Satz vorweg: Arbeiten Sie dagegen an, dass die Angst vor Terroranschlägen Ihr Bild von den Menschen „vergiftet“. Terror gibt es in allen Kulturen. Denken Sie an die IRA (Irish Republic Army), die RAF (Rote Armee Fraktion) oder auch den Leuchtenden Pfad. All diese Terroristen haben Menschen getötet, um ihre wie auch immer gearteten Ziele zu erreichen. Sie haben die Grenzen der Menschlichkeit überschritten und die Rechte Unbeteiligter mit Füßen getreten, und das werden Terroristen auch in Zukunft tun. Flugzeuge nutzen sie dabei eher selten. Das Attentat auf das World Trade Center hatte vor allem einen symbolischen Charakter. Dass sich so etwas in dieser Form wiederholt, kann zwar nicht ausgeschlossen werden, gilt aber als unwahrscheinlich. Wir müssen trotzdem lernen, mit diesen Erschütterungen umzugehen. Unsere Welt ist nicht heil, sie war es nicht und sie wird es auch nie sein. Das lernen schon Kinder, wenn ein naher Verwandter stirbt oder sich ein anderes Unglück ereignet. Die Eltern können nicht alles Unheil abwenden, aber sie leisten emotionalen Beistand, die Krise zu bewältigen. Ebenso kann der Staat nicht alles Unheil abwenden, aber er leistet Beistand, die Krise zu bewältigen, indem er Strategien der Abwehr entwickelt, die die demokratische Freiheit nicht noch mehr einschränken, denn Freiheit ist mit viel mit Eigenverantwortung, Rücksicht und Toleranz möglich.

Wie erkenne ich einen Terroristen?

Flugangst - Terroristen erkennenTerroristen möchten nicht erkannt werden. Deshalb erkennen Sie sie nicht. Achten Sie also nicht auf Äußerlichkeiten. Je offener und vorurteilsfreier Sie auf die Menschen zugehen, desto eher wird Ihnen auffallen, wenn etwas nicht stimmt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie jemals auf einen Terroristen treffen, ist aber fast bei null. Gehen Sie deshalb immer davon aus, dass die Menschen, denen Sie begegnen, ein liebendes Umfeld haben, Kinder, um die sie sich sorgen, Eltern für die sie verantwortlich sind und einen Freundeskreis, der ihnen wichtig ist. Üben Sie das im Alltag. Halten Sie z.B. der Person hinter Ihnen im Supermarkt die Tür auf und lächeln Sie. Erlauben Sie sich eine emotionale Wachsamkeit. Sehen Sie nicht weg, sehen Sie hin. Sie werden feststellen, dass Ihre Sinne feiner werden und Sie an Selbstsicherheit gewinnen. Haben Sie keine Angst, Hilfe anzubieten, wenn Sie erkennen, dass Sie unterstützen können. Je öfter Sie unaufdringlich helfen, desto mehr erkennen Sie, wie viel Menschlichkeit diese Gesellschaft Ihnen zurückgibt. Diese Kraft kann Ihnen helfen, Ihre Angst vor dem unbekannten Terroristen zu überwinden. Konzentrieren Sie sich also niemals darauf, mögliche Terroristen zu identifizieren, sondern Menschen, die gerne leben.

Ihr Weg aus der Flugangst

Weg aus der FlugangstSie planen einen Flug und haben Angst vor einem Terroranschlag. Damit sind Sie nicht allein. Aber das heißt nicht, dass Sie sich nicht daraus befreien können. Hören Sie besser auf, sich zum Thema einzulesen. Das bedeutet nicht, dass Sie die Augen vor Tatsachen verschließen. Sie werden sich aber weiter in Ihre Ängste steigern, wenn Sie auf diese Weise nach Antworten suchen.

Sie wissen jetzt, was Sie wissen müssen. Stellen Sie eine gesunde und sachliche Distanz zum Thema her. Viel wichtiger ist für Sie zu wissen, dass an Flughäfen viel unternommen wird, um dem Terrorismus zu begegnen. Die Sicherheitsvorschriften wurden massiv verschärft.

Flüssigkeiten mit ins Flugzeug

Flüssigkeiten mit ins FlugzeugMehr als 100 ml Flüssigkeit dürfen nicht mehr mit in die Flugkabine genommen werden. Dazu gehören auch Cremes, Hustensäfte usw. Dabei ist unerheblich, wie viel sich wirklich in der Packung befindet. Es zählt die Menge, die auf der Verpackung angegeben ist. Man geht also davon aus, dass nichts fehlt.

Die Ausnahme sind lebensnotwendige Medikamente, die vorher angemeldet wurden und ärztlich verordnet sind. Dazu gehört z.B. Insulin. Alle Behälter müssen sich in einem durchsichtigen und verschließbaren Beutel befinden, der höchstens einen Liter fasst. Pro Passagier ist nur ein Beutel erlaubt. Was nicht in den Beutel passt, muss in den Koffer oder verbleibt am Flughafen. Diesen Beutel müssen sie vorzeigen und man wird sich mit dem Inhalt befassen. So lässt sich klären, ob etwas ausgetauscht wurde.

Verboten sind auch folgende Dinge

Alles, was als Waffe benutzt werden darf, wird vom Personal aussortiert. Dazu gehören auch Spritzen und Stricknadeln. Ebenfalls am Boden bleiben müssen Waffenattrappen und Messer. Darüber hinaus sind auch folgende Alltagsgegenstände verboten:

  • Nagelfeile
  • Benzinfeuerzeuge
  • Behälter unter Druck (Haarspray)

Bedenken Sie, dass sehr viele Mechanismen der Flugsicherheit nicht öffentlich dokumentiert werden. In einigen Fällen konnten mögliche Attentäter schon in der Planungsphase verhaftet werden, weil sie im Internet nach den Maßnahmen gesucht haben, mit denen Flughäfen ihre Reisenden und die Anlagen schützen. Auch das Militär ist maßgeblich daran beteiligt.

Augen auf – sicher fliegen

Augen auf – sicher fliegenAchten Sie schon bei der Auswahl der Fluggesellschaft auf die Möglichkeit eines Anschlags. Amerikanische Maschinen gelten als gefährdeter. Entscheiden Sie sich auch nicht für sogenannte „Billigflieger“, sondern setzen Sie auf Qualität. Dadurch wird der Flug teurer, aber die Gesellschaft hat auch mehr Geld für Sicherheitssysteme zur Verfügung. Ein Terrorist, der sich ernsthaft mit einem Anschlag auf ein Flugzeug befasst, wird möglichst viel Schaden anrichten wollen. Entsprechend sicherer könnten kleinere Flugzeuge sein.

Zusammenfassung:

Sie können nicht allen Risiken im Leben ausweichen. Wenn Sie zulassen, dass Ängste Ihre Entscheidungen beeinflussen, verlieren Sie Lebensqualität. Achten Sie deshalb auf folgende Dinge:

  • verfolgen Sie Schreckensmeldungen nicht detailliert
  • entscheiden Sie sich für eine Fluggesellschaft mit gutem Leumund
  • vertrauen Sie auf die Sicherheitssysteme, das Personal kennt sie und fliegt entspannt

Ratgeber Download: Flugangst aus Angst vor Terror