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Flugangst - Geräusche während des FlugesEines ist sicher, je mehr Reisende mit Flugangst über den Flug und das Flugzeug wissen, desto besser können sie ihre Angst bewältigen. Dazu gehören auch technische Details. Die Geräusche im Flugzeug haben einen erheblichen Anteil an den Ängsten, denn sie sind real und direkt wahrnehmbar. Dabei gibt es Unterschiede zwischen den Maschinen. Wirklich laut wird es im Flugzeug für gewöhnlich nicht, denn die Hersteller bauen Flugzeuge heute so, dass möglichst alle Geräusche gedämpft werden. Das liegt natürlich auch daran, weil Krach ein Stressauslöser ist, was sich niemand wünscht.

Der „Ping“

Jeder Fluggast hat das Geräusch schon gehört. Ein lauter Ton, mit dem auch das „Anschnallen“ Zeichen angekündigt wird. Darüber hinaus ertönt das elektronische Geräusch auch immer mal wieder während des Flugs, auch mehrfach hintereinander. Das ist dann ein Signal für die Flugbegleiter. So kann z.B. der Pilot das Personal bitten, Getränke ins Cockpit zu bringen. Aber auch Flugreisende haben die Möglichkeit, über einen Ton einen Mitarbeiter zu sich zu rufen.

Feines Summen

Damit das Flugzeug beladen werden kann, müssen die Ladeklappen geöffnet sein. Ist der Vorgang beendet, werden die Ladeklappen geschlossen, was mit der Hilfe hydraulischer Motoren geschieht. Wer gute Ohren hat, kann das Geräusch hören, dass dann als Summen in hoher Frequenz wahrnehmbar ist. Ein Summen kann aber auch hörbar sein, wenn beim Start der Triebwerke die Systeme einen Selbsttest durchführen. Auch das ist kein Grund zur Beunruhigung, sondern ein wichtiger und normaler Vorgang. Das Starten der Triebwerke ist natürlich nicht zu überhören. Auch hier ist vorher ein feines Summen zu hören. Dabei handelt es sich um einen Test, der computergesteuert ist.

Der Flug und seine Geräuschkulisse

 

Erreicht das Flugzeug eine Höhe ab etwa 3000 Metern, werden die „Landing Lights“ ausgefahren. Abhängig vom Flugzeug sind natürlich Schwankungen möglich. Die Landing Lights haben Einfluss auf den Strömungswiderstand und sind daher mit deutlichen Geräuschen verbunden. Im Flugzeug kann sich das als Rauschen darstellen. Es ist aber auch möglich, dass die Reisenden eine leichte Vibration spüren. Das Ausmaß ist von folgenden Faktoren abhängig:

  • Fluggeschwindigkeit
  • Hersteller
  • Anwender

Bei sehr hoher Geschwindigkeit kann das Ausfahren recht laut werden. Da die Fluggäste zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, dass außen am Flugzeug etwas verändert wird, kann das Geräusch Ängste auszulösen. Es handelt sich aber auch hier um einen völlig normalen Vorgang. Fluggäste, die wissen, was dort gerade passiert, befürchten mitunter, dass die Landelichter abgerissen werden können, diese Sorge ist jedoch unbegründet.

Der Landevorgang und seine Geräusche

Während des Flugs beruhigen sich die meisten Fluggäste, auch wenn sie unter Flugangst leiden. Das kann sich schnell ändern, wenn der Pilot über die Sprechanlage ankündigt, dass der Sinkflug eingeleitet wird, weil die Landung bevorsteht. Viele Vorgänge im Flugzeug sind maschinell gesteuert, können aber auch manuell durchgeführt werden. Der Landeanflug wird für gewöhnlich per Hand gesteuert. Nur bei sehr widrigen Wetterbedingungen erfolgt die Landung automatisch. Der Sinkflug kann gleichmäßig erfolgen, aber auch schneller. Das hängt von sehr vielen Faktoren ab. Er ist natürlich spürbar. Es kann außerdem sein, dass der Pilot „Schub“ nachgeben muss, wenn die Maschine sinkt, was gerade Menschen mit Flugangst sehr beunruhigen kann. Auch dabei handelt es aber sich um einen völlig normalen Prozess. Da die Maschine beim Sinkflug verschiedene Luftschichten passiert, kann es dabei auch zu einem leichten Absacken kommen. Das kann sich für Menschen mit Flugangst sehr bedrohlich anfühlen, ist aber nicht gefährlich und keine Überraschung für die Piloten. Ist der Boden besonders warm oder fliegt die Maschine zuerst über Wasser und dann über Land, ist ein solches Absacken besonders wahrscheinlich und auch in sehr heißen Regionen ist so ein Landeanflug oftmals etwas unruhiger, als z. B. in Mitteleuropa. Die wichtigsten Punkte zum Landeanflug:

  • der Sinkflug muss nicht gleichmäßig ablaufen
  • plötzlich starker Schub im Sinkflug ist normal
  • Absacken ist möglich und kein Hinweis auf Gefahren

Jeder Landeanflug ist anders und muss an die Rahmenbedingungen angepasst werden. Dazu gehören:

  • Wetterverhältnisse
  • Bauweise des Flugzeugs
  • Beschaffenheit und Länge der Landebahn
  • weiterer Luftverkehr

Es kann durchaus vorkommen, dass eine Maschine nicht wie geplant landen kann, sondern erst in größerer Höhe warten muss. Das ist z.B. der Fall, wenn ein anderes Flugzeug vorgezogen werden muss, weil es von einem anderen Flugplatz umgeleitet wurde, z.B. weil jemand an Bord plötzlich erkrankt ist und schnell medizinische Hilfe benötigt. Ebenso ist es möglich, dass an Bord der anderen Maschine sehr wichtige Medikamente sind. Es ist aber auch möglich, dass der Landeanflug beschleunigt werden muss. Vielleicht befinden sich überfällige Maschinen in der Warteschleife, die von ihrem Startflugplatz verspätet starten konnten und „dazwischengeschoben“ werden müssen. Auch hier gibt es unzählige weitere mögliche Ursachen, ohne dass sie irgendein Risiko bedeuten.

Dann verläuft der Sinkflug entsprechend schneller, lauter und möglicherweise auch etwas ruppiger. Das Flugzeug und die Piloten haben dafür die nötigen Toleranzen. Was sich für die Reisenden vielleicht hektisch anfühlt, befindet sich noch völlig im Rahmen der normalen Reaktionsmöglichkeiten des Flugpersonals und der Maschine.

Das Fahrwerk wird ausgefahren

Flugangst - Fahrwerk wird ausgefahrenDas Ausfahren des Fahrwerks führt zu einem deutlichen Rucken in der Maschine. Außerdem ist ein Pfeifen und Rauschen zu hören. Das Fahrwerk selbst wird für gewöhnlich recht spät ausgefahren und ist das sichere Zeichen, dass die Landung kurz bevorsteht. Der Grund für das späte Ausfahren ist, dass die Maschine erheblich mehr Sprit verbraucht, wenn das Fahrwerk ausgefahren ist. Außerdem wird das Flugzeug dadurch deutlich lauter. Das sorgt in den Wohngebieten nahe der Flugplätze oft für Ärger, den man möglichst vermeiden möchte.

Es gibt zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen, die dafür sorgen, dass es dabei nicht zu Problemen kommt. Der Pilot kann das Fahrwerk übrigens auch ohne hydraulische Hilfe ausfahren. Es fällt dann durch die Schwerkraft heraus und rastet ein.

Das Aufsetzen

Reisende mit Flugangst schätzen es besonders, wenn die Maschine sanft aufsetzt und dann ausrollt. Eine solche Landung wird mit besonderem Können des Piloten gleichgesetzt. Dabei ist jeder Pilot ist in der Lage, sein Flugzeug sanft zu landen, wenn er nicht gerade mit sehr extremen Witterungsbedingungen zu kämpfen hat. Tatsächlich ist die etwas robustere Landung mit fühlbar härterem Aufsetzen aber besonders sicher. Deshalb kommen Flugreisende nur in den Genuss einer sanften Landungen, wenn die Voraussetzungen dafür perfekt sind. Dazu gehören:

  • beste Wetterbedingungen
  • viel Zeit für den Landeanflug
  • eine lange Landebahn

Vielfliegern fällt sicher auf, dass das Flugzeug vor allem bei nasser Rollbahn härter aufsetzt. Das dient der Sicherheit. Im Zweifel wird der Pilot also vor allem auf eine sichere Landung setzen und dafür gerne , dass er keinen Applaus bekommt.

Ein wichtiger Tipp zum Schluss

Flugbegleiter sind auch nur Menschen. Sie sind sicher keine Schauspieler, die ihre Besorgnis verbergen können, auch wenn es ihre Aufgabe ist, Angst zu verhindern. Wenn Sie unter Flugangst leiden und sich von den Geräuschen beunruhigt fühlen, achten Sie auf Stewardessen und Stewards. Sie sehen, dass sie seelenruhig Fragen beantworten, Saft einschenken und die Reisenden nach ihren Wünschen fragen. Das würden sie nicht tun, wenn es ein Problem gäbe.

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