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Flugangst: Panik im Flugzeug Piloten haben nicht nur die Aufgabe, das Flugzeug zu fliegen. Ihre Aufgabe ist es auch, das Vertrauen der Fluggäste zu gewinnen.

Sollte es tatsächlich einmal zu einer Krisensituation kommen, ist eine ausbrechende Panik unter den Fluggästen ein erhebliches Risiko. Wenn Sie unter Flugangst leiden, tragen Sie zur Flugsicherheit bei, indem Sie sich mit ihren Ängsten auseinandersetzen.

Was ist Panik?

Panik folgt auf Angst. Während es mit Angst noch möglich ist, sich zusammenzureißen, verliert der panische Mensch die Kontrolle über sein Verhalten. Frauen geraten statistisch leichter in Panik als Männer. Eine grundsätzlich rationale Lebenshaltung ist außerdem keine Garantie, dass man nicht in Panik gerät. Es gibt sensible und ängstliche Menschen, die in einer gefährlichen oder vermeintlich gefährlichen Situation die Nerven behalten und besonnene Menschen, die die Nerven verlieren. Wenn davon die Rede ist, „den Kopf zu verlieren“, bringt die Aussage den Sachverhalt auf den Punkt. Vernünftige Entscheidungen sind nicht mehr möglich.

Panik liegt in der Natur des Menschen

Panik geht mit drei möglichen Reaktionen einher:

  • Kampf
  • Flucht
  • Schockstarre

Einflussmöglichkeiten hat der Mensch in diesen Punkten nicht. Alle drei möglichen Reaktionen sind fest verankert und lassen sich bei Panikstörungen nur durch eine gezielte Behandlung, notfalls auch mit medikamentöser Behandlung eindämmen. Die Neigung zu Panikstörungen liegt aber auch in den Genen. Wer in der Verwandtschaft 1. Grades jemanden mit dieser Neigung hat, hat im Vergleich zu anderen ein doppelt so hohes Risiko mit Panikattacken Probleme zu bekommen.

Angstzustände nicht noch steigern

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die bekannt dafür sind, dass sie Panikstörungen fördern. Dazu gehören:

  • Stress
  • Überforderung
  • Drogen
  • persönliche Probleme
  • traumatische Erlebnisse
  • Alkoholmissbrauch

Wenn Sie unter Panikattacken leiden, sollten Sie daher unbedingt versuchen, diese Verstärker auszuschalten. Dabei können Psychotherapeuten helfen.

Helfen Beruhigungsmittel gegen Panikattacken?

Ärzte verschreiben Medikamente gegen Panikattacken, die im konkreten Fall auch helfen. Sie beseitigen aber nicht die Ursache der Störung. Darüber hinaus kann sich aus der regelmäßigen Einnahme eine Abhängigkeit entwickeln. Eine psychotherapeutische Behandlung ist auch wichtig, weil sich im Rahmen von Panikstörungen auch weitere Erkrankungen entwickeln können. Menschen mit Panikattacken leiden oft auch unter:

  • Depressionen
  • sozialen Phobien
  • Magengeschwüren
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Neigung zu Panik ist eine enorme Belastung für die Betroffenen und das direkte Umfeld. Sie bleibt nicht unbedingt konstant, sondern nimmt zu. So kann es passieren, dass Menschen mit Panikstörungen Angst vor der Angst entwickeln und damit irgendwann handlungsunfähig werden.

Mit Panikstörungen ins Flugzeug steigen

Menschen mit Panikstörungen und Flugangst werden es kaum schaffen, ein Flugzeug zu besteigen. Wenn Sie ein Familienmitglied mit einer solchen Symptomatik haben, versuchen Sie nicht, eine Flugreise zu erzwingen. Planen Sie stattdessen anders, aber fordern Sie die Person auf, sich in medizinische Behandlung zu begeben. Wenn Sie selbst betroffen sind und fliegen müssen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Situation. In diesem Fall kann der Einsatz von Beruhigungsmitteln sehr sinnvoll sein.

Was passiert bei Panik im Flugzeug?

Tumultartige Zustände an Bord sind sicher der Albtraum eines jeden Piloten, der sich in solchen Momenten ganz auf das Flugzeug konzentrieren muss. Auch die Flugbegleiter können nicht immer eine Person abstellen, die sich allein um einen verängstigten Passagier kümmert. Dennoch werden sie eingreifen, wenn ein Fluggast überreagiert. Zwar kommt es selten zu solchen Situationen, dennoch kennen erfahrene Mitarbeiter solche Probleme, die nicht unbedingt einen Auslöser brauchen. Der panische Fluggast wird von ihnen auch erkannt, wenn er nicht über den Gang rennt, sondern „nur“ heftig zitternd auf seinem Sitz bleibt.

Ist Panik ansteckend?

Ja, Panik überträgt sich tatsächlich. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass der Grund dafür erkennbar ist. Ein einzelner Fluggast, der in Panik über den Gang rennt, wird keine Hysterie bei den anderen Fluggästen auslösen. Er wird sie aber mit Sicherheit beunruhigen, denn das Verhalten wir als Störfall wahrgenommen, den sie nicht einschätzen können. Gibt es aber einen konkreten Auslöser, wie z.B. ein sehr unruhiger Flug, kann es passieren, dass auch andere Reisende sich von der Angst anstecken lassen.

Wie reagiert die Crew bei Panik an Bord?

Die Flugbegleiter greifen in solchen Situationen ein. Allein durch ihre Gegenwart können sie beruhigend einwirken. Die Voraussetzung ist natürlich, dass sie Selbstsicherheit ausstrahlen. Verunsicherte und verängstigte Menschen reagieren auf die Personen, die den Eindruck erwecken, dass sie die Lösung des Problems kennen. In Versuchen hat sich gezeigt, dass selbst in Panik noch wahrgenommen wird, wenn eine oder mehrere Personen offenbar die Situation beherrschen. Den Anweisungen dieser Personen wird dann für gewöhnlich Folge geleistet. Dabei handelt es sich um ein instinktives Verhalten, das auch bei Tieren nachweisbar ist. Wenn Sie eine solche Situation an Bord erleben, sollten Sie sich bemühen, den Flugbegleitern zu helfen.

Welche Hilfe gibt es gegen Panik an Bord

Es ist nicht zutreffend, dass Flugbegleiter Beruhigungsmittel herausgeben, wenn jemand in Panik gerät. Das ist lediglich Ärzten erlaubt. Sie sind aber in der Lage, Hilfe zu leisten. Dazu gehört vor allem, einem panischen Fluggast Sicherheit zu vermitteln. Der wichtigste Ansatzpunkt ist die Atmung. Panische Fluggäste neigen dazu, zu hyperventilieren, ohne es zu merken. Folgende Maßnahmen helfen:

  • atmen in die Sauerstoffmaske ohne Sauerstoffzufuhr
  • atmen in eine kleinere Tüte
  • Lippenbremse (Mund fast geschlossen), um Sauerstoffzufuhr zu verlangsamen

Kann der Flug abgebrochen werden?

Ja, das ist möglich. Wenn ein Fluggast in Panik gerät und zu randalieren beginnt, kann der Pilot eine ungeplante Zwischenlandung einlegen. Solche Situationen sind ausgesprochen selten. In diesem Fall ist davon auszugehen, dass der Fluggast unter einer psychischen Störung leidet. Er oder sie wird nach der Landung dann auch dem Sicherheitspersonal übergeben. Eine solche Aktion kann für den Verursacher sehr teuer werden.

Darf man aussteigen, wenn man doch nicht fliegen will?

Tatsächlich gibt es keinen rechtlichen Anspruch darauf, aus dem Flugzeug gelassen zu werden. Die Flugbegleiter werden den Passagier aber aussteigen lassen, wenn es möglich ist. Die Voraussetzungen dafür sind:

  • Fluggastbrücke noch am Flugzeug
  • Triebwerke noch nicht gestartet

In Ausnahmefällen kann der Fluggast die Maschine auch noch später verlassen, selbst dann, wenn das Flugzeug schon auf der Startbahn ist. Allerdings muss der Fluggast dann damit rechnen, dass er Schadensersatz in empfindlicher Höhe leisten muss.

Werden panische Fluggäste vom Flug ausgeschlossen?

Ja, das ist möglich und wird auch praktiziert. Das ist dann der Fall, wenn der Fluggast sich schon vor dem Start offensichtlich nicht beruhigen lässt und erkennen lässt, dass er sich nicht an die Anweisungen des Personals hält. Ein Beispiel dafür ist das Aufstehen und über den Gang laufen. Aber auch lautes Schreien wird dazu führen, dass der Gast aus dem Flugzeug geleitet wird. Zunächst werden sich die Flugbegleiter aber bemühen, den Fluggast zu beruhigen.

Das raten Flugbegleiter Reisenden mit Neigung zu Panik

Flugbegleiter sind geschult im Umgang mit unruhigen Fluggästen. Sie sind daher wichtige Ansprechpartner. Nachfolgend finden Sie wichtige Tipps der Experten:

Buchen Sie möglichst einen Platz in der 1. Klasse!

Ein Platz in der 1. Klasse ist zwar teurer, dafür herrscht dort mehr Ruhe und Ihnen als Passagier steht mehr Platz zur Verfügung. Das trägt erheblich dazu bei, dass Sie sich beruhigen können.

Sprechen Sie die Flugbegleiter direkt nach dem Einsteigen an!

Flugbegleiter achten auf Sie, wenn Sie unter Flugangst leiden oder sogar zu Panik neigen. Falls möglich wird man Sie auch an einen anderen Platz setzen, als den, den Sie gebucht haben. Die Mitarbeiter werden regelmäßig nach Ihnen sehen und Sie auch über Geräusche und Flugmanöver aufklären, die Sie zusätzlich ängstigen könnten. In schweren Fällen wird man nach Möglichkeit dafür sorgen, dass Sie in Gespräche verwickelt werden und so „keine Zeit“ für Angst haben. Ablenkung ist ein hervorragendes Mittel gegen Angst.

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