Flugangst Panikanfall: Machen Sie SchlussWenn Sie das lesen, hatten sie vor einiger Zeit einen Panikanfall oder jemand, der Ihnen sehr wichtig ist, leidet darunter. Das ist eine schlimme Erfahrung und es ist nicht einfach, sich daraus zu befreien. Aber es geht! So nämlich:

Was ist der Unterschied zwischen Angst und Panik?

Für Sie ist ganz wichtig, dass Sie das unterscheiden können, denn Angst und Panik sind zwei verschiedene Dinge, auch wenn die Übergänge fließend sein können. Diese fließenden Grenzen werden Sie schon bald besser erkennen.

Ist Ihre Angst normal, angemessen oder krankhaft?

Eine normale Angst hilft Ihnen, Risiken zu vermeiden, aber auch Gefahren angemessen zu begegnen. Sie ist wichtig. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Ängste allgemein zunehmen, dann stimmt das zum Teil. Es liegt auch daran, dass wir schlechte Nachrichten anders wahrnehmen als gute, sie auch länger im Gedächtnis behalten und uns schneller an sie erinnern. Das kann zu einer verschobenen Wahrnehmung der tatsächlichen Gefahren führen, denn natürlich werden wir über die Nachrichten und die sozialen Netzwerke über mehr Unglücke informiert, als das früher der Fall war. Der Mensch braucht aber ein gewisses Maß an Sicherheit, um den Alltag mit seinen Herausforderungen meistern zu können. Das bedeutet nicht, dass Sie in Zukunft keine Nachrichten mehr ansehen sollen. Wenn Sie aber zu den sensiblen Menschen gehören, schützen Sie sich und arbeiten sich nicht auch noch intensiv in Katastrophenmeldungen ein. Versuchen Sie nicht, etwas auszuhalten, was Sie sicher überfordert.

Haben Sie ein Problem mit Angst?

Angst kann sich in eine Krankheit verwandeln, z.B. in eine Depression. Die Abgrenzung zwischen Stimmungsschwankung und Depression ist ebenfalls nicht leicht zu erkennen, aber sie ist wichtig, denn bei einer Depression brauchen Sie Hilfe. Unterscheiden Sie also eine Alltagsangst von einer krankhaften Angst, die auch eine Angststörung sein kann. Wenn Sie durch Ihre Angst in Ihrem Alltag eingeschränkt sind, in welcher Form auch immer, können Sie bereits von einer Angststörung sprechen. Bei einer Flugangst kann das bedeuten, dass Sie sich nicht nur nicht fliegen wollen, sondern schon beim Anblick eines Flugzeugs panisch reagieren. Dass Sie mit Bauchschmerzen in ein Flugzeug steigen, ist noch keine Angststörung. Wenn Sie schreiend wieder herausrennen hingegen schon. Achtung: Eine normale Angst lässt nach, wenn der Auslöser nicht mehr vorhanden ist. Das kann etwas dauern, schließlich müssen Sie sich erst beruhigen und erholen, aber sie lässt nach.

Was ist eine Panikattacke?

In einer Panikattacke haben Sie keine Kontrolle mehr über Ihr Verhalten. Eine Panikattacke kommt aus heiterem Himmel. Wenn Sie z.B. mitten in der Nacht aufwachen, schweißgebadet sind, keine Luft bekommen und furchtbare Angst haben, kann es sich um eine Panikattacke handeln.

Wann hatten Sie Ihren ersten Panikanfall?

Erinnern Sie sich? Bestimmt, aber erinnern Sie sich auch, wie alles begann? Es ist durchaus möglich, dass Ihre Panik aus heiterem Himmel gekommen ist. Wenn Sie jetzt krampfhaft überlegen, wie es so weit kommen konnte, schieben Sie diesen Gedanken an die Seite. Die Symptome eines Panikanfalls können so stark sein, dass Sie vielleicht nicht einmal sicher sind, um was es sich dabei handelt. Sie wäre nicht die erste Person, die wegen sich wegen einer Panikattacke in medizinische Behandlung begibt, weil Sie gar nicht der Typ für Angstanfälle sind und eine körperliche Ursache vermuten. Dennoch ist der Gang zum Arzt wichtig, um zu klären, ob die starken Symptome nicht doch körperliche Ursachen haben.

Welche Krankheiten können Panikanfälle verursachen?

Angst ist eine natürliche Reaktion auf einen bedrohlichen Auslöser. Mit den körperlichen Reaktionen stehen ihnen mehr Kräfte zur Verfügung, als das sonst der Fall wäre. Aber was ist mit der Angst, wenn es keinen erkennbaren Auslöser gibt? Lassen Sie sich durchchecken!

Gehen Sie zum Arzt und bitten Sie um eine gründliche Untersuchung. Herzkreislauf und Schilddrüse stehen an erster Stelle. Berichten Sie von Ihren Angstzuständen und erklären Sie, dass Sie mögliche körperliche Ursachen ausschließen möchten. Überlegen Sie dabei auch, welche Erkrankungen Sie schon hatten, ob Ihre Leistungsfähigkeit in der letzten Zeit zu- oder abgenommen hat und ob es in Ihrer Familie die genannten Erkrankungen gibt. Dann geht es zum nächsten Schritt und damit raus aus Ihrer Panik.

Das sind Ihre Alarmsignale

Fühlen Sie sich auf keinen Fall schlecht, wenn Sie einen Arzt aufsuchen. Unterscheiden Sie aber, ob Sie vermuten, dass ein Arzt Ihnen helfen könnte oder ob die zwingende Notwendigkeit besteht. Die Notwendigkeit besteht, wenn:

  • Ihre Lebensqualität eingeschränkt ist
  • Sie sich bereits aus Ihrem Umfeld zurückziehen
  • Sie erkannt haben, dass Sie Ihre Angst nicht selbst bewältigen können
  • Die Häufigkeit der Angstattacken zunimmt
  • Die Schwere der Anfälle zunimmt

Schon ein Punkt allein genügt als Grund, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Bedenken Sie aber, dass ärztliche Hilfe nichts anderes ist, als professionelle Unterstützung raus aus dem Dilemma. Die eigentliche Arbeit müssen Sie selbst leisten. Sie können es auch allein versuchen! Die Chancen stehen gut, wenn Sie sich genug Zeit nehmen, Sie es wirklich ernst meinen und bereit sind, im Falle des Scheiterns doch Hilfe zu holen.

Sie wollen es allein versuchen? Dann geht es jetzt los!

Die typischen Symptome eines Panikanfalls müssen Sie kennen. Noch einmal: Klären Sie ab, ob es sich nicht um eine körperliche Erkrankung handelt. Im nächsten Schritt notieren Sie sich die Symptome. Klassische Anzeichen eines Panikanfalls sind:

  • Herzrasen
  • Druck in der Brust
  • Angstanfälle
  • Kribbeln am ganzen Körper

Das sind auch einige Symptome eines Infarkts? Richtig. Und das ist auch der Grund, warum Sie, wenn Ihnen das schon einmal passiert ist, fassungslos vor dem Arzt in der Notaufnahme gestanden haben. Vor einer kurzen Zeit waren Sie noch sicher, dass Ihr Leben endet und jetzt erklärt Ihnen jemand:“Sie sind kerngesund“. Und jetzt? Jetzt stellen Sie ich dem wirklich anspruchsvollen Auslöser, nämlich Ihrer Angst.

Ihre Angst ist nicht Ihr Feind

Zurzeit ist die Angst noch ein Teil von Ihnen. Sie hat sich in Ihr Leben geschlichen und jetzt ist sie da. Wenn Sie die Angst zu Ihrem Feind erklären und bekämpfen, arbeiten Sie gegen sich selbst. Achten Sie auf sich! Horchen Sie in sich und suchen Sie den Punkt, an dem Sie sich von einem selbstsicheren Menschen in einen ängstlichen verwandeln oder verwandelt haben. Seien Sie vorbereitet, denn Sie wissen jetzt, das die Angst aus heiterem Himmel über Sie hereinbricht. Machen Sie sich bewusst, dass der Anfall vorübergeht. Der Vollständigkeit halber: Schließen Sie unbedingt aus, dass Sie körperlich krank sind.

Entlasten Sie sich!

Gehen Sie nicht hart mit sich ins Gericht. Werfen Sie sich die Angst nicht vor und ziehen Sie sie nicht ins Lächerliche. Sie ist da und die Symptome sind keine Einbildung. Schützen Sie sich. Beobachten Sie sich und seien Sie fürsorglich mit sich. Wenn Sie in diesem Stadium keine Rücksicht auf Ihre Angst nehmen, bekommen Sie Ihr Problem nicht in den Griff. Ihre Aufgabe:

  • Bleiben Sie entschlossen
  • Nehmen Sie sich Zeit
  • Erlauben Sie sich eine langsame Verbesserung

Machen Sie sich bewusst, dass die Panikanfälle Spuren hinterlassen haben, die erst einmal verarbeitet werden müssen. Wichtig ist, dass Sie sich nicht entmutigen lassen.

Warum es wichtig ist, dass Sie die Situation analysieren

Panikanfälle sind eine enorme Belastung. Sie werden Situationen erlebt haben, die Ihnen wirklich Angst bereitet haben. Deshalb gehen Sie die Herausforderung Schritt für Schritt an. Lassen Sie sich Zeit. Halten Sie sich an das Sprichwort: „Wenn du es eilig hat, geh langsam“.

Sie haben es verdient, angstfrei zu leben!

Menschen, die zu Panikattacken leiden, sind oft besonders sensibel und einfühlsam, wenn andere Probleme haben. Kennen Sie das? Kommen Menschen zu Ihnen, weil sie nicht weiter wissen? Sind Sie in vielen Situationen der Fels in der Brandung? Dann ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass Sie jetzt Hilfe brauchen. So wie Sie sonst anderen helfen können, müssen Sie jetzt sich selbst helfen. Verlieren Sie den Mut nicht. So souverän, wie Sie sonst anderen helfen, werden Sie jetzt sich selbst durch die Herausforderung begleiten.

Sie wollen eine schnelle Lösung?

Es gibt keine schnelle Lösung. Panikattacken und Angststörungen sind ein sehr komplexes Problem, das langsam aufgearbeitet werden muss und es gehört zu den Aufgaben im Leben, in denen es keinen Trick und keine Abkürzung gibt. Aber es gibt viele seriöse Hilfsangebote, wie z.B. Coachings und das Training in Flugsimulatoren. Solche und weitere geeignete und bewährte Angebote, die von Fachleuten begleitet werden, finden Sie ebenfalls auf flugangstlos.de.

Die Panikattacke ist Ihre Chance!

Schwere Angstzustände kommen nicht von ungefähr, sondern sind die Folge einer schweren psychischen Belastung. Ihr Körper übersetzt die Seelenqual in Symptome und zwingt Sie, zu verstehen. Sie wissen jetzt, dass Sie etwas ändern müssen. Dazu gehört erst einmal, zur Ruhe zu kommen. Dann sollten Sie die Situation möglichst nüchtern zu analysieren. Was würden Sie sich selbst raten? Übernehmen Sie die Verantwortung und sprechen Sie auch gegenüber sich selbst ein Machtwort. Verordnen Sie sich Ruhe und setzen Sie das auch energisch gegenüber anderen durch, die meinen, Sie müssen für alle uneingeschränkt da sein. Verlangen Sie, ernst genommen zu werden. Geben Sie Verantwortung ab. Sie haben jetzt die Chance, größer und stärker aus Ihrem inneren Konflikt herauszugehen. Wenn Sie sich intensiv mit Ihrer Angst auseinandersetzen, werden Sie Ihre Grenzen in Zukunft besser kennen, energischer verteidigen und sich auch weniger in die Ecke drängen lassen. Haben Sie den Mut, Angst zu haben und entwickeln Sie daraus die Kraft, sie zu überwinden.