Update: Mit unserem kostenlosen online Coaching Tool können Sie Ihre Flugangst in 10 Schritten deutlich abschwächen. Jetzt anonym teilnehmen.

Flugangst und Psychologie – Chancen annehmenWussten Sie, dass es Strategien gegen Angst gibt? Diese praktischen Tipps helfen Ihnen, von Ihrer Flugangst zu lernen und sich vielleicht sogar von ihr zu befreien.

Ja, Angst ist furchtbar

Schämen Sie sich nicht für Ihre Angst. Angst zu haben ist eine furchtbare Erfahrung, und das kann jeden treffen. Wir sprechen dabei nicht von einem Schreckmoment oder von Unsicherheiten, sondern von echter Angst. Wir sprechen von Panikattacken, bei denen Sie in Schweiß ausbrechen, kaum noch Luft bekommen und sicher sind, dass Sie gleich die Kontrolle über sich und die Situation verlieren. Panikattacken können so belastend sein, dass Sie das Gefühl haben, auch anderen Aufgaben nicht mehr gewachsen zu sein. Dann leiden Sie nicht nur in der konkreten Situation, sondern dauerhaft. Das muss aber nicht sein. Sie können den Spieß auch umdrehen.

Ihr erster Schritt aus der Misere

Machen Sie sich bewusst, dass es im Leben keinen Stillstand und auch keine automatische Weiterentwicklung gibt und auch nicht geben kann. Sie sind Prozessen unterworfen, auf die Sie keinen Einfluss haben. Wohlgemerkt, Sie haben auf die Ereignisse keinen Einfluss! Auf Ihre Reaktionen schon. Ob und wie Sie diese Anforderungen bewältigen können und wollen, hängt von Ihrer Persönlichkeit, aber auch von Ihrem Mut ab, den Sie haben oder jetzt aufbringen wollen. Die gute Nachricht: Ja, es ist zu schaffen. Nun kennen Sie Ihre Ausgangsposition und Sie kennen das Ziel. Machen Sie sich also auf den Weg und nehmen Sie in Kauf, dass Sie vielleicht auch mal in einer Sackgasse landen, einer persönlichen Sackgasse. Das ist nicht schlimm, im Gegenteil. Wenn Sie Ihre persönlichen Sackgassen kennen, werden Sie in Zukunft Herausforderungen noch besser meistern können. Der Weg aus der Angst ist also auch eine Reise durchs ich.

Sie werden überrascht sein!

Sie werden sich wundern, was Sie alles noch nicht über sich wussten. Ganz besonders werden Sie sich wundern, zu was Sie alles in der Lage sind und welche verborgenen Kräfte in Ihnen schlummern. Entdecken Sie neue Wege, auch die verschlungenen Pfade, an die Sie sich bisher nicht herangetraut haben.

Sackgasse oder Ausweg?

Wenn Sie sich Ihrer Angst stellen, werden Sie an Stellen kommen, an denen Sie sich umdrehen und weglaufen wollen. Bleiben Sie stehen. Atmen Sie. Stemmen Sie die Füße fest und hüftbreit in den Boden. Ziehen Sie die Schultern möglichst hoch und atmen Sie dabei aus. Atmen Sie dann ein und drücken Sie die Schultern möglichst weit nach hinten, lassen Sie sie aber oben. Wiederholen Sie diese Kombination aus Atmen und Bewegen. Jetzt sollte es Ihnen etwas besser gehen und Sie können der Herausforderung wieder in die Augen blicken.

Das sollten Sie sofort ändern

„Das geht schief“, „Ich muss sofort weg hier“, „Das schaffe ich niemals“. Wenn Sie so denken, dann kreisen Ihre Gedanken um Probleme. Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor Ihrem Auto und ein Reifen ist platt. Sie haben es eilig. Vielleicht müssen Sie zu einem wichtigen Termin und jetzt erkennen Sie, dass Sie alles über den Haufen werfen müssen. Sie werden die Herausforderung nicht meistern, wenn Sie wütend oder verzweifelt um Ihr Auto laufen und sich fragen, warum das nun alles wieder Ihnen passiert.

Befassen Sie sich nicht mit Problemen, sondern mit Lösungen

Sie werden tagtäglich vor Herausforderungen gestellt, die Sie sehr gut meistern. Es fällt Ihnen nur nicht auf, weil Sie in diesen Punkten im Kopf flexibel sind und weil Sie Routine mit der Problemlösung haben. Als handwerklich geschickter Autofahrer holen Sie beim Anblick des flachen Reifens Ihr Werkzeug und den Ersatzreifen. Wenn Sie das nicht können, rufen Sie einen Automechaniker oder fragen Sie einen Nachbarn. Denken Sie in Lösungen, dann denken Sie strategisch und befreien sich aus Situationen, in denen Sie nur vermeintlich hilflos sind.

Trainieren Sie, Wege aus der Angst zu finden

Bevor Sie Angst bekommen, sind Sie unruhig und fühlen sich bestimmt überfordert. Werden Sie achtsam mit sich. Erleben Sie Unsicherheiten bewusst und verharren Sie einen Moment. Was ist es, das Sie gerade beunruhigt? Erinnern Sie sich an die letzte Situation, in der Sie so gefühlt haben. Fangen Sie diesen Gedanken ein. Erwischt! Sie haben nicht an eine Lösung gedacht, sondern Sie haben die Herausforderung in Worte verpackt. Dann haben Sie das Problem gedanklich vergrößert, indem Sie z.B. über mögliche negative Folgen nachgedacht haben. Damit haben Sie Ihre Aufgabe künstlich erschwert und sind so in die verkehrte Richtung gelaufen. Wenn es etwas zu lösen gibt, denken Sie an den einfachsten Lösungsweg. Lösen heißt in diesem Zusammenhang, das Hindernis zu überwinden, nicht wegzulaufen. Verschwenden Sie keine Gedanken an mögliche Folgen, wenn es nicht klappt, denn damit verschwenden Sie die Energie, die aus Ihrer Unruhe oder auch Ängsten erwächst.

Panikattacken annehmen und abarbeiten

Wenn die Panikattacke Sie überfällt, versuchen Sie, im Hinterkopf zu behalten, dass Ihr Körper gerade maßlos übertreibt. Auch wenn Sie sich fürchterlich fühlen, die Menschen um Sie herum meistern die Situation, die gar nicht gefährlich ist. Ihr Körper sieht das anders, aber er irrt sich und schießt über das Ziel hinaus. Es wird Ihnen nichts Schlimmes passieren. Ihre Emotionen blähen sich regelrecht auf und lassen kaum noch Raum für Ihren gesunden Menschenverstand. Versuchen Sie, diese negative Energie auszuatmen. Wenn Sie ein visueller Mensch sind, können Sie sich die Angst wie eine Wolke aus Gas vorstellen, die sich in Ihrem Körper ausgebreitet hat. Welche Farbe hat sie? Stellen Sie sich vor, wie Sie die schlechte Luft ausatmen und die gute und reine,befreiende Luft ein, die sich nun langsam in Ihnen ausbreitet. Lassen Sie sich dabei nicht unterbrechen, wenn Sie natürlich nicht mitten auf der Straße stehen. Gehen Sie beiseite, lehnen Sie sich an eine Mauer oder einen Pfosten und atmen Sie.

Kurz und präzise

  • Ihr Körper reagiert über
  • Ihre Emotionen blähen sich auf
  • Ihnen wird nichts zustoßen
  • Atmen Sie die überschießende Reaktion aus

Ein Beispiel für Sie, das Ihnen helfen wird

Stellen Sie sich vor, Sie haben sich mit Ihrem Auto auf einem Weg festgefahren. Ein Reifen hängt in einer Kuhle. Nun können Sie das Gaspedal durchtreten, sich aufregen und noch mehr Gas geben. Was passiert? Richtig, Sie kommen dort nicht raus. Die Angst vor einer schwierigen Situation steht für das Gaspedal. Gehen Sie in Angstsituationen also runter vom Gas. Atmen Sie! Schalten Sie im übertragenen Sinne Ihren Motor ab und überlegen Sie. Sagen Sie sich nicht, dass Sie sofort dort wegmüssen, sondern prüfen Sie, wie Sie dort wegkommen. Sie werden eine Lösung finden.

Aufgeben oder weitermachen?

Natürlich gibt es auch Aufgaben, die Sie wieder und wieder angreifen können und angesichts derer Sie irgendwann feststellen, dass Sie sie nicht meistern können. Dann ist das eben so. Auch das gehört zum Leben dazu. Verschwenden Sie keine Gedanken an unlösbare Aufgaben und greifen Sie auch keine Herausforderungen an, die Sie aufgrund Ihrer persönlichen Voraussetzungen gar nicht meistern können. Sie würden sich auch nicht bei einer englischen Bank als Sachbearbeiter bewerben, wenn Sie kein Wort Englisch sprechen und Rechnen auch nicht zu Ihren Fähigkeiten gehört. Seien Sie kein Scharlatan mit Ihren Möglichkeiten. Aber verschwenden Sie auch keine Energie und tun Sie das, was Ihren Fähigkeiten entspricht.

Stellen Sie sich auch mal auf einen Sockel

Wenn Sie etwas gut können, dann tun Sie es. Es ist egal, um was es sich dabei handelt. Ganz bestimmt gibt es etwas in Ihrem Leben, was Sie gern tun und worin Sie richtig gut sind. Beschäftigen Sie sich damit und verbessern Sie diese Fähigkeiten weiter. Das ist sehr gut für Ihr Selbstwertgefühl. Zeigen Sie, was Sie können. Die Anerkennung aus Ihrem Umfeld wird Sie mutiger machen. Und was noch wichtiger ist, Sie werden dadurch mehr Kraft haben, neue Herausforderungen anzugehen und Ängste zu überwinden.

Nutzen Sie Ihre Energie für positive Dinge

Wenn Sie unter Angst leiden, wissen Sie, was für eine unglaubliche Energie von Angst und Panik ausgehen kann. Das ist Ihre Energie, und die ist ziemlich beeindruckend. Dummerweise läuft Sie in die falsche Richtung. Stellen Sie sich vor, was Sie mit dieser kraftvollen Energie erreichen können, wenn Sie in die Richtung läuft, in die sie gehört. Zeigen Sie es ihr, und die Welt gehört Ihnen.