Zerstört Flugangst das Selbstvertrauen?

Zerstört Flugangst das SelbstvertrauenSie haben feststellen müssen, dass Sie unter Flugangst leiden. Vielleicht war bis dahin alles in Ordnung. Sie hatten Ihr Leben im Griff, Sie haben eine Reise geplant und plötzlich ist da diese Angst. Plötzlich ist da dieses eine Ereignis und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Wir helfen Ihnen Schritt für Schritt aus der Krise.

Was ist Selbstvertrauen und warum ist es so empfindlich?

Selbstvertrauen ist Ihr Urvertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Urvertrauen ist das, was Sie empfinden, was Sie nicht infrage stellen, weil Sie sich darauf verlassen können und weil Sie wissen, dass es funktioniert, bis zu diesem einen Moment.

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Wenn die Sicherheit bröckelt

Sie sind einer von vielen Menschen, die diese Erfahrung machen. In den meisten Fällen sind es plötzliche Fälle von Krankheit. Ein Infarkt, eine andere niederschmetternde Diagnose oder auch die Erfahrung, dass man einem wirklich wichtigen Menschen im direkten Umfeld nicht helfen kann. All das kann Sie aus der Bahn werfen, egal wie sicher, souverän und stabil Sie sind. Auch die Erfahrung einer Flugangst gehört dazu. Wir möchten Ihnen vermitteln, warum Ihre belastende Erfahrung auch eine Chance ist. Sie müssen sie nur erkennen, annehmen und den Mut aufbringen, Sie zu bewältigen.

Was ist passiert?

Warten Sie! Je sicherer und stabiler Sie im Alltag sind, desto schwerer sind die nächsten Tage für Sie, denn das Ereignis hat Sie aus der Bahn geworfen. Sie werden sich auch wieder stabilisieren. Dabei helfen Ihnen vor allem in der ersten Zeit die vielen kleinen routinierten Abläufe des Tages. Ihr Selbstvertrauen müssen Sie sich dennoch zurück erkämpfen. Das wird Ihnen gelingen, wenn Sie Schritt für Schritt vorangehen.

Holen Sie sich in fünf Schritten Ihr Selbstbewusstsein zurück

Sorgen Sie sich erst einmal nicht um den nächsten Flug. Erst müssen Sie Ihr seelisches Gleichgewicht zurückerlangen. Dabei helfen Ihnen die folgenden fünf Schritte.

Der erste Schritt – nehmen Sie die Situation an

Versuchen Sie nicht zu überspielen, dass es Ihnen schlecht geht. Sie müssen nicht mit anderen darüber sprechen, wenn Sie das nicht möchten, aber akzeptieren Sie im ersten Schritt, dass Ihr Selbstbewusstsein angeschlagen ist. Das kann einige Tage in Anspruch nehmen, aber lassen Sie die Schwäche zu.

Der zweite Schritt – entwickeln Sie Ihr Bewusstsein neu

Sie sind kein anderer Mensch durch Ihre unangenehme Erfahrung. Ihre Fähigkeiten haben sich nicht verändert. Sie sind genauso leistungsstark und souverän in Ihren gewohnten Bereichen. Auch wenn sich das gerade nicht so anfühlt. Bewältigen Sie Ihre täglichen Aufgaben bewusst, beobachten Sie sich dabei und klopfen Sie sich selbst auf die Schulter.

Der dritte Schritt – die Menschen um Sie herum

Sie sind Teil Ihres sozialen Umfelds. Die Familie, weitere Verwandte, Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen sind Teil Ihres Lebens. Sie befinden sich in einem sozialen Netz, das Sie in einer Krise auffangen kann. Wenn Sie das Gefühl haben, Rückhalt zu brauchen, aber ihn nicht zu bekommen, wenden Sie sich an die Telefonseelsorge. Dort erreichen Sie rund um die Uhr geschulte Ansprechpartner per Mail oder Telefon http://www.telefonseelsorge.de/.

Der vierte Schritt – verzeihen Sie sich

Viele Menschen, die sich scheitern sehen, verlieren das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und suchen die Schuld bei sich. Verzeihen Sie sich Ihr gefühltes Scheitern. Das Ereignis liegt nun in der Vergangenheit. Lassen Sie es ruhen und befürchten Sie nicht, in Zukunft auch in anderen Lebensbereichen die Kontrolle zu verlieren. Lassen Sie nicht zu, dass sich die Erfahrung durch Ihre Gedanken frisst und Sie vergiftet. Wenn Ihnen die bildliche Darstellung hilft, nehmen Sie das Ereignis, packen Sie es in einen Karton und verstauen Sie es dort, wo es keinen Schaden anrichten kann. Und jetzt schauen Sie nach vorn.

Der fünfte Schritt – so geht es weiter

Wenn Sie wieder fliegen müssen oder wollen, werden Sie natürlich besonders beunruhigt sein. Sollte die Flugangst Ihnen erneut zu schaffen machen, muss das nicht einen solchen Schaden anrichten, wie es bei der ersten Erfahrung der Fall war. Sie wissen jetzt, dass Sie mit dem Fliegen Ihre Probleme haben. Die unangenehme Überraschung bleibt daher aus. Es muss Sie nicht erneut aus der Bahn werfen.

Übungen für Ihr Selbstvertrauen

Übungen können Ihnen helfen, Ihr Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Werden Sie sich wieder Ihrer selbst bewusst mit den folgenden Tipps.

Lernen Sie!

Wenn Sie sehr in einen starren Tagesablauf eingebunden sind, steigt die Gefahr, dass unvorhergesehene Ereignisse Sie aus der Bahn werfen. Das können Sie verhindern, indem Sie sich neuen Aufgaben stellen. Beginnen Sie mit kleinen Dingen, die Ihnen zunächst unwichtig vorkommen, aber Ihr Gehirn vor andere Aufgaben stellen:

  • Schreiben Sie wieder mehr per Hand
  • Gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie das Fahrrad, wenn die Bedingungen es erlauben
  • Lesen Sie ein Buch konsequent zu Ende, das Ihnen recht kompliziert erscheint
  • Besuchen Sie einen Kurs, in dem Sie etwas lernen, womit Sie sich noch nie befasst haben
  • Fahren Sie in einen Baumarkt und kaufen Sie etwas, von dem Sie jetzt erkennen, dass Sie es gut brauchen können

Warum zu viel Routine Ihr Hauptproblem ist

Zu viele routinierte Abläufe lähmen Ihre Fähigkeit, sich neuen Situationen anzupassen. Natürlich ist Routine auch unglaublich bequem. Sie müssen nicht nachdenken, jeder Handgriff sitzt und Fehler unterlaufen Ihnen sicher auch recht selten. Überlegen Sie einmal in Ruhe, wie viel Routine sich in Ihrem Alltag ausgebreitet hat? Wenn Sie nun denken, dass die Routine Ihnen hilft, Ihre Aufgaben überhaupt zu bewältigen, trifft das teilweise zu. Sie sollen sich die Routine auch nicht abgewöhnen. Versuchen Sie aber nicht, alles in routinierte Abläufe zu verwandeln, sondern bewahren Sie sich Ihre Flexibilität. Das macht Sie stärker und belastbarer und vor allem gelassener, wenn Dinge passieren, mit denen Sie nicht gerechnet haben.

Ihr Fazit

Nehmen Sie die Ereignisse als Chance an. Sie haben etwas über sich gelernt, und zwar in einer Situation, die nicht gefährlich war. Sie sind nun wieder sensibel für Ihre Fähigkeiten und Ihre Grenzen. Weitaus schlimmer wäre es gewesen, Ihnen wäre ein Unglück zugestoßen, das sich ereignen konnte, weil Ihnen ein Fehler unterlaufen ist. Das ist in diesem konkreten Fall und mit Ihrer Flugangst anders. Wenn Sie diesen Beitrag verinnerlicht haben, finden Sie in unseren anderen Ratgebern viele Tipps, wie Sie auch Ihre Flugangst in den Griff bekommen können. Probieren Sie verschiedene Verfahren, denn jeder Mensch braucht seine eigene Methode, um sich von der Flugangst zu befreien. Auch für Sie gibt es die entscheidenen Tipps.

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