Zum ersten Mal fliegen: Der genaue Ablauf

Zum ersten Mal fliegenFür jemanden, der noch nie geflogen ist, ist die erste Flugreise ein aufregendes Ereignis. Und nicht selten mischt sich unter die Vorfreude und die Aufregung auch ein wenig Angst. Doch wenn der Passagier weiß, was auf ihn zukommt, ist alles halb so wild.

Wer seine erste Flugreise vor sich hat, ist oft ganz schön aufgeregt. Denn schließlich ist es für viele Menschen keineswegs alltäglich, mit einem Flugzeug unterwegs zu sein. Dazu kommt, dass der Flughafen unbekanntes Terrain ist, auf dem es sich erst einmal zurechtzufinden gilt. Und auch die ganzen Abläufe, die vor, während und nach dem Flug stattfinden, können ziemlich verwirrend erscheinen. Aber keine Sorge: So schwierig ist es nicht! Für alle, die bald zum ersten Mal fliegen, beschreiben wir hier eine komplette Flugreise – von der Ankunft am Startflughafen bis zum Verlassen des Zielflughafens!

Von der Ankunft am Flughafen bis zum Check-In

Damit der Urlaub entspannt beginnen kann, sollte der Reisende unbedingt genug Zeit für die Fahrt zum Flughafen einplanen. Ein öffentliches Verkehrsmittel kann schließlich Verspätung haben und auf den Straßen rund um einen Flughafen ist immer mit Stau zu rechnen. Fährt der Reisende selbst, muss er außerdem noch einen Parkplatz suchen.

Tipp: Im Internet gibt es verschiedene Plattformen, über die sich der Reisende informieren kann, wo es in Flughafennähe günstige Parkplätze gibt. Meist sind diese zwar etwas weiter entfernt. Aber dafür gibt es dann einen Shuttle-Service, der den Reisenden zum Terminal bringt.

Als Faustregel gilt, dass der Reisende spätestens zwei Stunden vor dem Abflug am Flughafen sein sollte. Es macht aber selbstverständlich nichts, wenn er schon früher da ist. Nur viel später sollte er nicht eintreffen, denn sonst kommt nur unnötige Hektik auf.

Im Flughafen angekommen, sieht der Reisende überall große Anzeigetafeln. Auf diesen sogenannten Timetables sind alle Flüge aufgelistet. Außerdem steht dort, an welchen Schaltern das Einchecken erfolgt. Und zu einem dieser Schalter führt der erste Weg des Reisenden. Wie der Reisende dorthin kommt, ist ausgeschildert. Sollte er den Schalter trotzdem nicht alleine finden, kann er sich jederzeit an einen Mitarbeiter des Flughafens wenden oder bei einem Infopunkt nachfragen.

Das Einchecken

Hat der Reisende den richtigen Schalter gefunden und ist er an der Reihe, legt er sein Flugticket und seinen Personalausweis oder Reisepass vor. Außerdem stellt er seine Koffer auf das Band neben dem Schalter. Die Koffer werden gewogen, bekommen eine Banderole und machen sich schon einmal auf den Weg in Richtung Flieger.

Achtung: Je nach Fluggesellschaft sind meist 15 bis 20 Kilogramm Gepäck frei. Sind die Koffer schwerer, muss ein Aufpreis bezahlt werden. Und vor allem bei Billigfliegern kostet Gepäck fast immer extra.

Beim Einchecken wird der Reisende gefragt, wo er gerne sitzen möchte. Ist alles erledigt, bekommt der Reisende seine Unterlagen wieder. Außerdem erhält er seine Bordkarte. Die Bordkarte ist im Prinzip so etwas wie die Eintrittskarte für das Flugzeug. Auf der Bordkarte stehen unter anderem der Name des Reisenden, die Flugnummer und die Abflugzeit. Außerdem ist dort vermerkt, zu welchem Ausgang (Gate) der Reisende muss und wann das Einsteigen in den Flieger beginnt (Boarding-Time). All das wird dem Reisenden aber am Schalter noch einmal genau erklärt.

Tipp: Bei einigen Fluggesellschaften kann der Reisende vorab per Internet einchecken. Seine Bordkarte druckt er sich selbst aus. Am Flughafen muss er sein Gepäck dann nur noch am Gepäckaufgabeschalter, einem sogenannten Baggage Drop-Off, abgeben.

Nach dem Check-In bis zum Boarding

Nach dem Check-In geht es durch die Sicherheitskontrolle. Wurde der Reisende von einer Begleitperson zum Flughafen gebracht, wird es spätestens jetzt Zeit, sich zu verabschieden. Denn den Abflugbereich hinter der Sicherheitskontrolle dürfen nur Personen mit gültiger Bordkarte betreten.

Die Sicherheitskontrolle

Die Sicherheitskontrolle beginnt mit der Passkontrolle. Danach werden das Handgepäck und der Reisende selbst kontrolliert. Dazu legt der Reisende seine Jacke und seine Handtasche in einen Behälter. Manchmal wird der Reisende auch aufgefordert, seine Schuhe auszuziehen. Alles, was er in seinen Hosentaschen hat, sowie elektrische Geräte kommen in einen zweiten Behälter. Während diese beiden Behälter durch ein Röntgengerät fahren, geht der Reisende durch einen Metalldetektor. Wenn es nicht piept, nimmt der Reisende seine persönlichen Sachen wieder an sich. Sollte es piepen, wird der Reisende noch einmal von einem Sicherheitsmitarbeiter mit einem mobilen Metalldetektor abgescannt. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn für das Piepen kann beispielsweise ein simpler Metallknopf an der Jeans verantwortlich sein.

Achtung: Es gibt genaue Bestimmungen dazu, was sich im Handgepäck befinden darf. Messer oder Deo-Sprays sind dabei genauso tabu wie Flüssigkeiten von mehr als 100 Millilitern. Die Flüssigkeiten müssen sich in durchsichtigen Behältern befinden und in wiederverschließbaren Plastikbeuteln verstaut sein.

Die Zeit bis zum Boarding

Hat der Reisende die Sicherheitskontrolle hinter sich gebracht, kann er gemütlich durch den Abflugbereich schlendern. Bis zum Einsteigen in den Flieger bleibt nämlich meist noch Zeit. Ratsam ist aber, nachzuschauen, wo sich der Ausgang befindet, zu dem der Reisende später muss. Denn je nach Flughafen kann ein längerer Fußmarsch notwendig werden. Die Nummern der Gates und der Weg dorthin sind ausgeschildert. Und an jedem Gate befindet sich eine Anzeigetafel, auf der alle Flüge aufgelistet sind. Im Abflugbereich gibt es Cafés, Restaurants, verschiedene Geschäfte und Sitzgelegenheiten. Hier kann sich der Reisende nun ganz entspannt die Zeit vertreiben.

Das Boarding

Spätestens zu der Zeit, die auf der Bordkarte steht, sollte sich der Reisende an seinem Gate einfinden. Meist ist dies etwa 20 Minuten vor dem Abflug. Das Personal ruft den Flug auf Deutsch und auf Englisch auf. Dann stellt sich der Reisende in die Reihe, zeigt seine Bordkarte vor und kann in den Flieger einsteigen. Bei großen Flugzeugen wird das Boarding oft in Gruppen aufgeteilt. In diesem Fall werden die Passagiere nach und nach aufgerufen, entweder anhand der Sitzplätze oder anhand von Buchstaben, die auf der Bordkarte stehen. Beim Einsteigen selbst läuft der Reisende entweder durch einen Gang, der direkt zum Flugzeug führt. Oder vor der Tür wartet ein Bus, der den Reisenden zum Flugzeug bringt.

Die Zeit im Flieger

Im Flugzeug wird der Reisende von den Flugbegleitern begrüßt. Er sucht sich nun seinen Platz, die Reihen und die Sitznummern stehen immer über den Sitzen. Am Platz angekommen, verstaut der Reisende sein Handgepäck entweder in der Ablage über seinem Sitz oder im Fußbereich unter dem Vordersitz. Dann schnallt er sich an und macht es sich in seinem Sitz bequem.

Die Sicherheitsanweisungen

Wenn alle Passagiere ihre Plätze eingenommen haben, findet eine Sicherheitseinweisung statt. Dabei erfährt der Reisende, was die Anschnallzeichen bedeuten, wo sich die Notausgänge befinden und was zu tun ist, wenn es zu einem Druckabfall in der Kabine oder einem Notfall kommt. Die Einweisungen werden entweder von den Flugbegleitern vorgeführt oder als Video gezeigt. Die ganzen Informationen und Hinweise kann sich der Reisende aber auch noch mal in aller Ruhe durchlesen, denn das Infomaterial befindet sich in der Tasche am Vordersitz. Dort gibt es auch ein Bordmagazin und eine Spucktüte, falls dem Reisenden schlecht wird. Während die Sicherheitsanweisungen laufen, setzt sich das Flugzeug langsam in Bewegung und rollt in Richtung Startbahn. Die Flugbegleiter gehen nun noch einmal durch und prüfen, ob alle Passagiere angeschnallt sind und die Tische vor sich hochgeklappt haben.

Der Start

Sobald der Pilot die Startfreigabe bekommen hat, geht es los: Der Flieger beschleunigt, rast über die Startbahn und hebt schließlich ab. Der Reisende wird dabei in seinen Sitz gedrückt und spürt ein leichtes Ziehen, ähnlich wie bei einer Fahrt im Fahrstuhl. Das Ganze dauert aber nur wenige Sekunden. Nach einiger Zeit fährt der Pilot das Fahrwerk ein. Beim Start sind verschiedene Geräusche zu hören und unterschiedliche Bewegungen zu spüren. Das ist aber völlig normal und überhaupt kein Grund, nervös zu werden. Der Flieger steigt weiterhin nach oben.

Der Flug

Ist der Steigflug beendet, gehen die Anschnallzeichen aus. Die Flugbegleiter beginnen nun mit ihren Vorbereitungen in der Küche. Der Reisende muss jetzt nicht mehr angeschnallt bleiben und kann auch aufstehen, beispielsweise wenn er auf die Toilette muss. Grundsätzlich sollte er aber lieber angeschnallt bleiben und nur dann aufstehen, wenn es wirklich notwendig ist. Wenn das Flugzeug auf Reisehöhe fliegt, sind an Bord kaum Bewegungen zu spüren. Die Flugbegleiter servieren Getränke und Speisen. Das Bordprogramm läuft und so kann der Reisende einen Film schauen oder Musik hören. Genauso kann er aber natürlich auch lesen oder schlafen. Zwischendurch wird sich der Pilot melden und über die Route, das Wetter am Zielort und andere Infos berichten.

Die Landung

Nach einer gewissen Zeit verlässt das Flugzeug seine Reisehöhe und der Sinkflug beginnt. Die Flugbegleiter räumen das Geschirr weg und fordern dazu auf, sich hinzusetzen, anzuschnallen, die Tische hochzuklappen und die Rückenlehnen gerade zu stellen. Bevor der Anflug beginnt, gehen sie aber noch einmal durch die Kabine und kontrollieren alles. Kurz drauf wird es auch schon Zeit für die Landung. Bei der Landung setzt das Flugzeug zuerst mit den Hinterrädern auf, danach senkt sich die Nase. Dabei sind in der Landephase verschiedene

Geräusche zu hören: das Aufstellen der Landeklappen, das Ausfahren des Fahrwerks, das Rollen der Maschine über die Landebahn. Diese Geräusche lassen sich nicht vermeiden, ebenso wenig wie das Wackeln des Fliegers. Verantwortlich dafür sind nämlich die Luft oder genauer der Luftwiderstand und der Wind. Nachdem der Flieger aufgesetzt hat, bremst der Pilot und der Flieger rollt ganz langsam von der Landebahn.

Nach der Landung

Auch wenn der Flieger bereits gelandet ist, muss der Reisende noch angeschnallt auf seinem Platz sitzen bleiben. Und zwar solange, bis das Flugzeug in Parkposition steht und die Anschnallzeichen ausgehen. Leider gibt es immer wieder Passagiere, die hektisch aufspringen und ihr Handgepäck aus den Ablagen holen. Dieses Verhalten sollte der Reisende nicht nachahmen!

Das Aussteigen

Steht das Flugzeug in seiner Parkposition, öffnen die Flugbegleiter die Türen. Nun kann der Reisende sein Handgepäck nehmen und aussteigen. Auch beim Verlassen des Fliegers läuft der Reisende durch einen Gang oder ein Bus steht bereit, der den Reisenden ins Terminal bringt.

Die Gepäckausgabe

Im Terminal geht der Reisende zur Gepäckausgabe. Diese befindet sich in einer Halle mit mehreren Gepäckbändern. Verfehlen kann der Reisende die Halle nicht, denn der Weg nach draußen führt immer an den Gepäckbändern vorbei. Außerdem kann der Reisende einfach den anderen Passagieren folgen.

Auf den Bändern gibt es Anzeigetafeln, die den jeweiligen Flug angeben. Nun muss der Reisende abwarten, bis er seinen Koffer auf dem Band entdeckt. Und keine Sorge, wenn es etwas länger dauert! Hat der Reisende sein Gepäck, kann er sich zum Ausgang begeben. Dabei gibt es einen roten und einen grünen Ausgang. Den roten Ausgang muss der Reisende nehmen, wenn er etwas zu verzollen hat. Ansonsten kann er durch den grünen Ausgang gehen.

Achtung: Sollte ein Koffer einmal wirklich nicht auftauchen, sollte sich der Reisende an die Informationsstelle wenden. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe zu den Gepäckbändern. Je nach Land passiert der Reisende jetzt noch eine Passkontrolle. Dann geht er durch den Ausgang und ist am Ziel. Schönen Urlaub!

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